Samstag, 24. Mai 2008

La ciudad de Mexico

Ciudad de Mexico

Montag ist mein erster ganzer Tag in Mexico-City, ich gehe einfach mal los. Auf dem Plaza de la Revolucion findet eine Veranstaltung der PRB statt, alle tragen gelbe T-Shirts. Ich nicht... naja, aufgefallen waere ich so oder so! Ich fuehle mich etwas an die 1.Mai-Rede von Fidel in Havanna, 2006 erinnert. Nur dass die Leute sich in Mexico offensichtlich freiwillig versammeln!!!

Ich schlendere weiter in Richtung Chapultepec, die gruene Lunge Mexicos. Auf dem Weg treffe ich auf die Calle Hamburgo - Hamburg, meine Perle! Der Park ist leider geschlossen, Montags Ruhetag... Also suche ich einen anderen Park. In Zona Rosa treffe ich auf eine Fussgaengerzone, in der scheinbar alle US-Ketten versammelt sind: McD, Starbucks, BurgerKing... ich entscheide mich ein Stueckchen weiter fuer einen kleinen Strassenstand, an dem eine alte Dame mexikanisches Fastfood verkauft, fuer mich eine Quesadilla mit Spinat und Kartoffelstuecken. Nach dem Mittagessen komme ich nach Condessa, wie Zona Rosa ein ruhiges Viertel mit vielen Bars, Cafés und Leben auf der Strasse. Den gemischten Fruchtbecher (Mango, Papaya und Melone) verspeise ich im Park Mexico. Schon ist es Zeit aufzubrechen, denn Abends bin ich mit Jorge verabredet, ein Freund von Luis mit dem gemeinsam ich Diana (meine Reisebegleitung fuer die naechsten Tage) vom Flughafen abholen werde. Auf dem Weg dorthin stecken wir in Mexicos taeglichem Verkehrschaos, macht aber nichts, auch Diana braucht 2h durch Passkontrolle und Zoll... Nach einem spaeten und leckeren Abendessen erreichen wir kurz vor Mitternacht Jorges Wohnung, vielmehr die Wohnung seiner Eltern, unser Quartier fuer die naechsten Tage.

Auf dem Weg zum Fruehstueck wird mir das Aussmass der Wohnung erst richtig bewusst. Die Wohnung hat sicher 200qm. In der Kueche wartet Natalya, die Hausangestellte mit dem Fruehstueck auf uns, Quesadilla, frisches Obst, frischer Saft, Ruehrei, was das Herz begehrt. Jorges muss arbeiten, also begleiten uns (Diana und ich) seine Schwestern zum Park Chapultepec. Im Schloss ist das Geschichtsmuseum untergebracht. Viel spannender noch ist jedoch das Anthropologische Museum, in dem in unzaehligen Ausstellungsraeumen die unterschiedlichen pre-kolumbianischen Kulturen dargestellt werden: Maya, Azteken, Olmeken... Den Nachmittag verbringen wir in San Angel, die Hoehe (2.300m) und Temperatur (38 Grad) setzen uns doch etwas zu. Beim Schlendern treffen wir jedoch noch zwei Strassenmusikanten, die uns ein Staendchen singen. Mit Daniel, dem Chauffeur (ja, dekandent, aber da Jorges Vater auf Reisen ist, hat Daniel eh nichts zu tun...) trinken wir noch einen Kaffee und lauschen seinen Geschichten, den er als "indigeno" erlebt Mexico anders als die Mittel- und Oberschicht, die groesstenteils Europaeische Wurzeln hat.

Mittwochs starten wir unseren Ausflug auf einem Markt. Waehrend die Wohlhabenden in Mexico im Supermarkt shoppen, kaufen die Aermeren auf Wochenmaerkten ein. Die Staende sind voll frischer Fruechte, Bananen, Papaya, Mango, und einige, die ich noch nie gesehen habe. Dazu leuchten verschiedenste Chilisorten in bunten Farben neben Gemuese und Gewuerzen.
Den Nachmittag verbringen wir am Zocalo, so heisst der Marktplatz, wir besuchen die Kathedrale, die sich neigt, weil der Boden wegsinkt, dann Templo Mayor, ein Tempel der Tenocha, die in Mexico-City lebten, als die Spanier kamen. Der Tempel wurde ueberbaut und erst 1973 bei Bauarbeiten fuer die Metro wiederentdeckt.

An unserem letzten Tag in Mexico-City steht "La Villa" auf dem Plan. Nachdem die Mexicaner katholiziert wurden, hat sich hier, wie auch in anderen Staaten Lateinamerikas eine tiefe katholische Glaeubigkeit entwickelt. Die meistverehrteste Heilige in Mexico ist die Senore de Guadaloupe, zu deren Ehren im 19Jhd vor den Toren Mexicos eine Kirche errichtet wurde. Mittlerweile wurden zwei groessere Kirchen gebaut, weil die kleine nicht mehr ausreichte, ausserdem befindet sich "La Villa" mittlerweile mitten in der Stadt... Den Nachmittag verbringen wir auf der Suche nach einem Geschenk fuer Daniel. Wir hoffen, in Coyacan ein Buch fuer ihn zu finden, als kleines Dankeschoen fuer die Fahrerei und die vielen Geschichten, die er uns erzaehlt hat. Diesmal schlagen Diana und ich uns ohne Fahrer durch die Stadt, endlich richtiges Abenteuer ;-). Zunaechst nehmen wir die Metro, von der Haltestelle bis Coyacan ist es ein Stueck, aber wir wollen gerne noch was von der Stadt erleben, also machen wir uns zu Fuss auf den Weg. Wir kommen auch ein Stuck, bis sich der Himmel zuzieht uns wir uns vor Donner uns Regen in ein Kaffee fluechten. Nach einer Stunde regnet es etwas weniger. Ich schlage ein Taxi vor um die kurze Strecke zum Buchladen zu fahren, Diana hat gelesen, dass das gefaehrlich ist und weigert sich. Nun denn, dann zu Fuss! Das schlimmere Uebel war nicht das Wasser von oben, sondern die ueberfluteten Kreuzungen, da kann man so weit springen, wie man will, trotzdem werden die Fuesse nass... Nun, die Buchhandlung haben wir erreicht, aber kein Buch gefunden, dass uns recht war... Die naechste ist nur ein paar Metrostationen entfernt, also hin! Rein in die Metro, raus aus der Metro, alles garnicht so schwer. An der uns angeratenen Metro-Station angekommen, teilte man uns mit, dass der Buchladen doch weiter entfernt ist, als gedacht. Da Taxifahren ausscheidet, nehmen wir eben einen Collectivo, endlich richtiges Abenteuer. Wir fahren durch die mittlerweile dunklen Strassen, keine Ahnung wo wir genau aussteigen muessen... eine Dame weiter hinten kann helfen und so kommen wir rechtzeitig vor Ladenschluss an. Prompt finden wir was wir suchen! Mission erfuellt!

Mein erster Tag in Mexico

"Kaum betrete ich Mexikanisches Land, macht sich auf meinem Gesicht ein Laecheln breit, dass waehrend meiner Reise hoffentlich nicht versagt." So beginnt mein Reisetagebuch...
Am Sonntag 04.05. landet mein Flieger in Mexico-City, auf dem Flug hatte ich mich nett mit einem Mathe-Dozenten unterhalten. Geborener Mexikaner, unterrichtet er an einem College in den USA und war nur auf einen Sprung unterwegs nach Mexico um seine Familie zu treffen und dann fuer 3 Monata nach Europa zu reisen - also so wie ich, nur anders herum...
Als ich aus dem Flugzeug aussteige, macht sich tatsaechlich unweigerlich ein Laecheln auf meinem Gesicht breit, warum? Weil das Abenteuer beginnt, weil ich in Lateinamerika bin, weil ich davon so lange getraeumt habe. Das Laecheln haelt auch brav an, als ich eine Stunde vor der Passkontrolle warte, habe ja ein Buch dabei... Am Zoll druecke ich einen Knopf, ein rotes Laempchen leuchtet. Das heisst: Gepaeckkontrolle. Klar, kein Problem, habe ja nur legitime Sachen dabei. Als der Zollbeamte sieht, wie dicht gepackt mein Rucksack ist, gibt er auf und laesst mich passieren.
Endlich Mexico. Die Leute sind fasst alle 1-2 Koepfe kleiner als ich und tummeln sich vor meinen Fuessen, sicher finde ich durch die Menschenmassen den Weg zur Metro. Es ist Sonntag, daher genuegend Platz fuer mich und mein Gepaeck. Kaum, dass ich die Metro betreten habe, werde ich auch schon in das erste Gespraech verwickelt. Endlich Mexico!
Im Vorwege hatte ich mir schon ein Hostel ausgesucht: "Casa de los amigos" klang zentrumsnah und gemuetlich, habe es auch gleich gefunden. Bad, Kueche, Aufenthaltsraum, ein grosser Saal zum Capoeira trainieren, alles da!
Den Nachmittag habe ich gleich noch genutzt, um die naehere Umgebung zu erkunden, Plaza de la Revolucion war direkt um die Ecke, ein Stueckchen weiter Plaza de Alameda mit Live Musik und Volksfestcharakter. Der perfekte Platz um ein wenig mexikanisches Leben zu atmen und mein Reisetagebuch zu beginnen. Ich kam jedoch nicht weit, kaum sass ich 5 Minuten, wurde ich zum Tanz aufgefordert. Es dauerte auch nicht lange, bis sich eine Menschentraube um Juan Carlos und mich gebildet hatte, eine grossgewachsene Blondine die Salsa und Cumbia tanzt sieht man in der 2o-Millionen-Metropole scheinbar nicht alle Tage... :-)
Als Belohnung goennen wir uns eine heisse Schokolade in der Casa de los Azulejos.
Nach drei Stunden mache ich mich auf den Heimweg, Juan Carlos moechte, dass ich mit Ihm nach Hause gehe, er will mir doch so gerne seine Hunde zeigen... Aha! Nein danke, ich moechte nicht. Nach einer Viertelstunde hat er es immernochnicht verstanden, also gehe ich einfach. Endlich Mexico.
Gut dass ich vor dem Hostel Chris treffe, ein Niederlaender mit dem ich ein Bier trinken und dem ich von meinem ersten Tag in Mexico berichten kann.

Freitag, 2. Mai 2008

Lincoln, Jefferson and Forrest Gump

Have you ever been to Washington DC? Designed as capital city it is full of history: memorials for presidents in different sizes and designs, war memorials, museums - all within a green mile called The Mall between Capitol and Lincoln Memorial, with the reflecting pool in front, which became world-famous when Forrest Gump entered the water to kiss his Jane!!
We stayed next door to the White House! hotwire.com makes it possible and when charing one room with four people (that makes two per supersize bed) a really good hotel gets very affordable! For breakfast a Starbucks was integrated in the ground floor with direct access from the hotels lobby.
We had a wonderful sunshiny day visiting The Mall, strolling through the streets, where you can hardly get lost, because west-east-connections are named A, B, C... street and north-south connections count 1st, 2nd, 3rd... street only some diagonal avenues carry the names of the first 13 states. Finally we arrived at Dupont Circle (according to Claudia this is where people tracked by cia normally meet to exchange information - you don't believe it? Assist some movies!!!). Well, next to Dupont Circle is my favorite bookstore: "Kramerbooks and afterwords cafe", first you find a good assortment of books (first purchase: Banker to the Poor by peace-nobel-price-winner 2006 Muhammad Yunnus, last purchase: The Maya by Michael D. Coe) later you sit down in the cosy cafe attached and have a cup of coffee!!!
After dinner, we decided to have another walk. After a while it started raining cats and dogs, we realized, that waiting under a tree for the rain to stop would not help a thing and arrived in the hotel lobby soaking wet...